Ansteckungsgefahr

Ansteckungsgefahr

interaktieve Tanzperformance & Workshop für Kinder von 8 bis 12 Jahren.
Die Kinder sitzen zusammen mit den Tänzern mitten auf der Tanzfläche. Sie brauchen nicht still zu sitzen: Sie dürfen reden, nachahmen, lachen oder ruhig beobachten. Die Tänzer erzeugen mit ihren Bewegungen verschiedene Bilder und Situationen. Manchmal absurd, manchmal erkennbar. Die Erfahrung zeigt, dass Kinder leicht assozieren bei einer Tanzsprache die Erwachsene ‘abstrakter’ Tanz nennen.

 

Festliche Manu Chao Musik klingt aus den Boxen. Die Kinder sind im Raum verteilt. Neugierige Augen tasten den Raum ab. Einige stehen, andere sitzen in einer Gruppe dicht zusammen, kichern und reden über das, was um sie herum geschieht. Die beiden Tänzer zwischen ihnen tanzen mit kreisenden Bewegungen, laufen, springen in die Luft mit krummen Beinen, das Becken bewegt wild in alle Richtungen, langsam rückwärts beugen, ein Bein hoch heben und fallen lassen mit soviel Lärm wie möglich. Drei freche Jungs versuchen, den Sprung nachzumachen. Spielerisch erfahren sie, was ihren Körper können. Wenig später schreien 8 Mädchen im Gleichklang “Küssen! Küssen!...” da die Tänzerin nebeneinander liegend auf dem Boden gelandet sind. Dann wird es plötzlich mucksmäuschenstill: ein Mädchen sich zwischen die beiden gelegt. “Oh, die zwei haben ein Kind gekriegt!” Alle lachen.

Das Zuschauen, Nachäffen, Kommentieren, Mitmachen macht den modernen Tanz auf ungewöhnliche Weise sehr zugänglich.

Die Vorstellung (Konzept & Choreografie von Hooman Sharifi)
Mit ‘Ansteckungsgefahr' lernen Kinder (8-12 Jahre) auf eine besondere, interaktive Art und Weise modernen Tanz kennen. Zentral in diesem Konzept steht das Kind mit seiner individuelle Erfahrung und seiner aktive Beteiligung. Die modernen Tanzbewegungen sind so gewählt, dass Kinder sie auch nachmachen können. Bewegungen mit Springen, Fallen, Zappeln, Zeitlupe usw. sind zugänglich und einladend um mitzumachen. Die Tänzer tanzen inmitten der Kinder, damit sie die Bewegungen direkt erleben. Das besondere an dieser Vorstellung ist, dass sie nicht erst schön ruhig sitzen müssen um danach ihre Phantasie auszudrücken. Das dürfen sie unmittelbar. Ob ihre Reaktion nun mehr Bewegung ist, lachen, reden, oder erwartungsvoll zuschauen... ihre Reaktion macht die Vorstellung komplett.

Jedes Kind kann sich nach der Vorstellung einen eigenen Titel ausdenken. Hier sind ein paar Titel (der Aufführungen von Springdance)
"Der Tanz von Nie und Nichts > Das große gebrochene Puzzle-teil > Bewegte Stille > Fallender Fall > wo bist du und wo bin ich > in der Urzeit > Flohballet> Wolkentanz > ‘auf einmal’ > Pfeffer im Arsch > die seltsamen Dinge, die nie passieren > do it yourself show > crazy Agentur > wilde Liebe > was normale Menschen nicht verstehen”

Ziel > was Kinder lernen

Ziel ist es, auf eine besondere Art den zeitgenössischen Tanz zu erleben.
Durch beobachten, nachäffen, kommentieren, teilzunehmen und zu ernennen. 

 

danke

grace bellel, inge koks, hooman sharifi, eelco roovers