ben ik nu hier

ben ik nu hier

Man folgt den Bewegungen des Tänzers durch die Strassen der Stadt. Über einen mp3-Spieler hört man seine Gedanken. “In diesem Haus wohnt eine asoziale Familie”. Ich versuche einen Blick hinein zu werfen. Sollten hier etwa wirklich asoziale Leute wohnen? Der Garten ist gepflegt, aber die Vorhänge zugezogen. Was könnte sich hinter diesen Gardinen befinden? Ein unglaublicher Schweinestall? Mit Dreck in der Küche und leeren Weinflaschen auf dem Tisch? Oder ein Vater, der normalerweise als Zahnarzt arbeitet, und jetzt krank zuhause auf dem Sofa liegt? Ob die Dame, die da gerade auf der anderen Strassenseite aus dem Auto steigt, auch hier wohnt? Findet sie es blöd, dass ich hier so einfach reinschaue? Sie sieht eigentlich sehr normal aus.

Dieser Dialog zwischen Tanz und Gedanken beeinflusst deine Wahrnehmung und erweitert dein Blickfeld. Wie schaust du auf deine Umgebung? Was denkst du selbst über die Menschen, die dich umgeben? Was sind deine eigenen Erwartungen und Denkmuster? Ein Tanzerlebnis, das Vorstellungskraft und tagtägliche Wirklichkeit miteinander konfrontiert.